Albert-Jocham-Pokal 2024

Fide-Meister Mladen Dvornic verteidigt Titel

Der Schachklub Weiden 1907 e.V. spielte am Donnerstag, dem 03. Oktober 2024, zum 29. Mal den Albert-Jocham-Pokal aus.

Christoph Sanner, der Vorsitzende des SK 07, freute sich über die gute Resonanz, er konnte 19 Spieler begrüßen.

 Vor dem Start der ersten Runde erinnerte der 2. Vorsitzende des SK 07 kurz an den Namensgeber des Turniers, Albert Jocham, der viele Jahre die Schachabteilung des TSV-Detag Weiden geführt hatte und übergab dann an Kurt Vogel, der das Turnier - computergestützt - leitete.

 Gespielt wurden sieben Runden nach Schweizer System mit je 15 Minuten Bedenkzeit.

 In der ersten Runde gab es keine Überraschungen, die Favoriten setzten sich durch. Etwas Glück hatte dabei der Mannschaftsführer der 1. Mannschaft, Josef Schlaffer. Sein Gegner, Michael Mücke, vom SC Mitterteich, ließ ein schönes, ersticktes Matt aus und verlor schließlich noch seine Gewinnstellung.

 In der zweiten Runde spielte Peter Scholzuk gegen Mark Lorenz groß auf und konnte dem zweitstärksten Spieler des Vereins ein Remis abtrotzen. 

Nach drei Runden waren nur noch Mladen Dvornic und Alexander Nöckler ohne Verlustpunkte. Mit einem sicheren Sieg im Spitzentreffen übernahm der Fide-Meister die alleinige Führung.

In der fünften Runde trafen die beiden Spitzenspieler des Vereins aufeinander. Mladen Dvornic hatte mit den schwarzen Steinen zwar die bessere Stellung erreicht musste sich aber, wegen großer Zeitnot (er hatte nur noch 27 Sekunden auf der Uhr), mit einem Remis begnügen. Alexander Nöckler, Winfried Gradl, Peter Scholzuk und Christoph Sanner blieben mit jeweiligen Siegen knapp hinter den Spitzenspielern.

Wichtige Vorentscheidungen fielen in der sechsten Runde. Die beiden Führenden gewannen ihre Partien. Mladen Dvornic gewann gegen Peter Scholzuk und Mark Lorenz behielt gegen Alexander Nöckler die Oberhand. Christoph Sanner konnte sich gegen Winfried Gradl durchsetzen.

Die siebte und letzte Runde musste nun entscheiden. Mladen Dvornic (5,5 Punkte) und Mark Lorenz (5 Punkte) trennte nur ein halber Punkt. Auf den Plätzen drei bis sieben folgten Christoph Sanner, Winfried Gradl, Alexander Nöckler, Josef Schlaffer und Peter Scholzuk mit je 4 Punkten. Ein spannender Kampf um die Plätze stand bevor.

Fide-Meister Mladen Dvornic ließ nichts anbrennen. Betont sicher dominierte er seine Partie gegen Winfried Gradl und gewann verdient. Sein Sieg stand damit fest, 6,5 Punkte aus sieben Partien ohne Niederlage sprechen für sich.

Auch Mark Lorenz konnte sich gegen Josef Schlaffer durchsetzen und sicherte sich mit hervorragenden 6 Punkten ebenfalls ohne Niederlage den zweiten Platz. Christoph Sanner und Alexander Nöckler gewannen ihre Partien gegen Peter Scholzuk und Grigorij Moroz ebenfalls, so dass nur die bessere Buchholzwertung zugunsten von Alexander Nöcklers dritten Platz entschied.

 

 

 

 

Nach sieben Runden ergab sich folgender Endstand:

  1. Fide-Meister Mladen Dvornic  6,5 Punkte
  2. Mark Lorenz                                       6,0 Punkte
  3. Alexander Nöckler                              5,0 Punkte (Buchholzwertung 30,0)
  4. Christoph Sanner                                5,0 Punkte (Buchholzwertung 29,5)
  5. Winfried Gradl                                   4,0 Punkte (Buchholzwertung 31,5)
  6. Josef Schlaffer                                    4,0 Punkte (Buchholzwertung 29,0)
  7. Peter Scholzuk                                    4,0 Punkte (Buchholzwertung 26,0)
  8. Rudolf Hlavac                                     3,5 Punkte
  9. Grigorij Moroz                                   3,5 Punkte
  10. Raimund Kampe                                 3,5 Punkte
  11. Michael Mücke SC Mitterteich          3,5 Punkte 

vor den weiteren Spielern des Vereins.

Der Verein bedankte er sich anschließend beim Turnierleiter mit einem kleinen Präsent. Allen Spielern sprach die Turnierleitung für den fairen und spannenden Turnierverlauf Dank und Anerkennung aus.

Anschließend überreichte sie den Albert-Jocham-Pokal 2024 an Fide-Meister Mladen Dvornic. Die übrigen Teilnehmer erhielten Sachpreise.

Mit einem gemeinsamen Mittagessen im Schützenhaus endete die gelungene Veranstaltung.

 

 

SK Weiden 07 überrascht alle

Der SK Weiden 07 hatte sich mit dem 2. Platz bei der Schnellschach-Mannschaftsmeisterschaft der Oberpfalz für die Bayerische MM der Landesliga Nord 2024 qualifiziert. Das Turnier fand am Sonntag, dem 15.09.2024, bei Bavaria Regensburg statt. Für den SK 07 traten auf Brett 1 bis 4 mit Mark Lorenz, Christoph Sanner, Josef Schlaffer und Raimund Kampe an.

Es starteten neun Mannschaften und der SK 07 begann vielversprechend. In der ersten Runde wurde der SC Postbauer-Heng klar mit 3,5 : 0,5 geschlagen.

In der zweiten Runde war den Oberpfalzmeister, der SK Schwandorf, der Gegner der uns bei der Oberpfalzmeisterschaft noch knapp geschlagen hatte. Hier war das 2 : 2 sicher als Erfolg zu werden.

Der SV Neustadt/Coburg wurde in der dritten Runde knapp mit 2,5 : 1,5 niedergerungen. Gegen die starke SG Büchenbach/Roth erreichten die Weidner eine Punkteteilung. In der fünften Runde gab es die erste Niederlage. Der PTSV SK Hof setzte sich knapp mit 2,5 : 1,5 durch.

Davon ließ sich die Mannschaft aber nicht beirren. In der sechsten Runde siegte der SK 07 sicher mit 3 : 1 gegen den SK Schwanstetten. Vor der letzten siebten Runde war noch alles offen. Der SK 07 lag knapp hinter PTSV SK Hof und SG Büchenbach/Roth auf den dritten Platz.

Die Weidner meisterten ihre Aufgabe. Der SC Bavaria Regensburg wurde sicher mit 3:1 geschlagen, während die Gegner Hof und Büchenbach ihre Matches gegen Neustadt/Coburg und Postbauer-Heng verloren.

Mit 10 : 4 Mannschaftspunkten und 17,5 Brettpunkten war der SK 07 damit Meister. Es folgten SG Büchenbach/Roth 10 : 4 und 16 Brettpunkte sowie der SK Schwandorf mit 9 :5 Mannschaftspunkten.

Hervorragende Leistungen am 1. und 2. Brett zeigten zum wiederholten Mal:

Mark Lorenz mit 6 Punkten und Christoph Sanner mit 5,5 Punkten aus sieben Partien.

Auch die  Brett 3 und 4 mit Josef Schlaffer und Raimund Kampe enttäuschten nicht. Sie trugen mit 6 Punkten entscheidend zum Mannschaftserfolg bei.

Pokal und Urkunde traten damit den Weg nach Weiden an. Einer der größten Erfolge in der Vereinsgeschichte.

 

Herzlichen Gückwunsch – Männer wir sind stolz auf Euch!

 

SK Weiden 07 mit Pech im letzten Saisonspiel

 

Am Sonntag, dem 28.04.2024, kam es in der 9. Runde und letzten Runde der Oberpfalzliga zu einem Fernduell zwischen den SK Weiden 07 und Kareth-Lappersdorf II. Der Tabellenführer, der SK 07 hatte zwar zwei Punkte Vorsprung aber die schwierige Aufgabe beim SC Bad Kötzting anzutreten.

Schon vor Beginn des Wettkampfes hatten die Weidner kein Glück. Sie mussten nicht nur auf ihren besten Spieler, Fide-Meister Mladen Dvornic, verzichten, kurzfristig und überraschend fiel auch noch Rudolf Hlavac aus. Die Mannschaft fuhr daher schon dezimiert und etwas geknickt nach Kötzting.

Da der SK 07 nur mit sieben Spielern antrat, fiel Brett acht kampflos an den SC Kötzting. Auch sonst stand die Begegnung unter keinem guten Stern.

Am zweiten Brett erreichte Alexander Nöckler mit den schwarzen Steinen gegen Ulrich Ziemann zwar eine ausgeglichene Stellung, verlor im Mittelspiel allerdings den Faden und Material. Der SC Kötzting baute seinen Vorsprung aus.

Am dritten Brett hatte es Dr. Martin Hofmann mit Roland Weingut zu tun. Der SK-Spieler steckte mit dem Mora-Gambit schon in der Eröffnung einen Bauern ist Geschäft. Kam aber nicht zum erhofften Angriff und musste schließlich im Endspiel aufgeben.

Am vierten Brett hatte Christoph Sanner gegen Wolfgang Mühlbauer wieder eine wilde Stellung auf dem Brett. Aber diesmal überzog er, Mühlbauer bekam einen Freibauern, den er sicher verwerten konnte. Beim Stande von 4:0 für die Heimmannschaft war der Wettkampf eigentlich gelaufen. Der SK 07 spielte nur noch auf Schadensbegrenzung.

Es passte aber ins Bild, dass auch Grigorij Moroz, der gegen Karel Novacek am sechsten Brett bereits Qualität und Bauer gewonnen hatte, seine Gewinnstellung mit einem Katastrophenzug noch wegwarf.

Am siebten Brett ließ das Raimund Kampe kalt. Er spielte gegen Peter Mühlbauer betont sicher und erreichte ein verdientes Remis.

Am fünften Brett wollte Mannschaftsführer Josef Schlaffer gegen Eduard Graf ebenfalls zu viel. Er überzog seine Stellung im Mittelspiel und gab nach Materialverlust auf.

Überzeugen konnte wieder einmal Mark Lorenz am ersten Brett. Gegen Gerhard Mühlbauer sammelte er kontrolliert keine Vorteile an, die er im Endspiel sicher zum Gewinn umsetzte.

Der Kampf endete damit mit 6,5 : 1,5 für die Heimmannschaft. Der TSV Kareth-Lappersdorf II nahm diese Vorlage gerne an. Mit 5,5 : 2,5 setzte er sich gegen die DJK Regensburg Nord durch und fing den SK 07 noch auf der Ziellinie mit ganzen zwei Brettpunkten Vorsprung ab.

Wenn auch der letzte Auftritt der Weidner in Kötzting misslang, mit dem guten zweiten Platz in der Oberpfalzliga kann der Club zufrieden sein und auf ein besseres Ende im nächsten Jahr hoffen.

 

SK Weiden 07 bei Schnellschach-Meisterschaft auf 2. Platz

 

Der SK Weiden 07 hatte sich schon früh entschlossen an der Schnellschach-Meisterschaft der Oberpfalz, dem „Georg-Böller-Pokal“, am 16.06.2024 in Altenstadt/WN mit einer starken Mannschaft unter Führung von Fide-Meister Mladen Dvornic teilzunehmen.

Aber es sollte anders kommen. Mladen Dvornic musste aus persönlichen Gründen kurzfristig absagen. Das rüttelte die Aufstellung gehörig durcheinander. Grigorij Moroz, ein gestandener Stammspieler der ersten Mannschaft, sprang - dankenswerter Weise - für den ausgefallenen Mannschaftsführer ein. Mit der Aufstellung, Mark Lorenz  Brett 1, Christoph Sanner 2, Josef Schlaffer 3 und Grigorij Moroz 4, gingen die Weidner trotzdem ambitioniert ins Turnier.

Von Anfang an lief es gut für den SK 07. Die Spieler kamen mit der Bedenkzeit von 15 Minuten pro Spieler und 5 Sekunden Zeitzuschlag pro Zug gut zurecht. Die ersten beiden Begegnungen wurden gewonnen.

In der dritten Runde traf man auf den starken ASV Burglengenfeld und konnte ein Remis erreichen. Gegen den späteren Sieger, dem SK Schwandorf, gab es in der nächsten Runde mit 1:3 die einzige Niederlage im Turnier.

In den Runden fünf, sechs und sieben wurden die Mitkonkurrenten um die Pokalplätze, der SC Windischeschenbach, der TSV Nittenau und der SC Erbendorf geschlagen.

Hinter den verlustfreien SK Schwandorf, 14 Mannschaftspunkte, sicherte sich der SK 07 mit 11 Mannschaftspunkten die Vizemeisterschaft, vor dem SC Windischeschenbach, 8 Mann-schaftspunkte.

Hervorragende Leistungen erzielte auf Brett eins Mark Lorenz mit 6 Punkten aus 7 Partien und Christoph Sanner, auf Brett zwei 5 Punkte aus 7. Aber auch die Ergebnisse von Grigorij Moroz 4,5 und Josef Schlaffer 3,5, konnten sich sehen lassen. Insgesamt eine geschlossene Mannschaftleistung, die auch belohnt wurde.

Ausgestattet mit einem schönen Pokal und der Urkunde für die Vizemeisterschaft trat die Mannschaft zufrieden die Heimreise an.

 

 

SK Weiden 07 gewinnt Spitzenspiel

 

Am Sonntag, dem 14.04.2024, kam es in der 8. Runde der Oberpfalzliga zu einem echten Spitzenspiel. Der Tabellenführer hatte den punktgleichen Verfolger, dem TSV Kareth-Lappersdorf II zu Gast. Die Mannschaften waren vor diesem Spieltag punktgleich und nur durch einen Brettpunkt getrennt. Zum Glück konnte der SK 07 in bester Besetzung antreten.

Der Wettkampf begann verhalten. Am dritten Brett erreichte Alexander Nöckler mit den schwarzen Steinen gegen Wolfgang Ehrl in einem Damengambit eine ausgeglichene Stellung und ein sicheres Remis.

Am zweiten Brett lief es schlecht für die Gastgeber. Hilge Andreas hatte gegen Mark Lorenz ein starkes Zentrum gebildet und kam zu einem schönen Angriff, den er zum Sieg führte, der SK 07 lag hinten.

Aber auf das erste Brett mit Fide-Meister Mladen Dvornic war wieder einmal Verlass. Er erreichte im Mittelspiel gegen Thomas Klimpel kleine Vorteile, die er mit exaktem Endspiel bis zum Sieg ausbauen konnte.

Am sechsten Brett hatte Christoph Sanner gegen Dr. Jürgen Seidl wieder eine sehr dynamische Partie auf dem Brett. Aber wie schon oft in dieser Saison, zeigte er das bessere Stellungsverständnis, gewann einen Bauern, den er im Endspiel siegreich verwertete. Der SK 07 ging in Führung.

Auch am vierten Brett lief es gut für den SK 07. Rudolf Hlavac gewann im späten Mittelspiel gegen Lukas Gubler einen Bauern, den er unaufhaltsam zur Umwandlung führen konnte. Sein Gegner gab auf. Nach fünf Partien war damit der SK 07 mit zwei Punkten vorne. Aber es sollte noch einmal spannend werden.

Am siebten Brett hatte Mannschaftsführer Josef Schlaffer die Qualität für zwei Bauern gegeben und damit eigentlich eine ansprechende Stellung erreicht. Aber ein Fehlzug von ihm brachte dann die sofortige Entscheidung. Peter Kappl nahm die Einladung an, gewann einen wichtigen Bauern und damit die Partie. Beim Stande von 3,5 : 2,5 war alles wieder offen.

Am fünften Brett hatte Dr. Martin Hofmann gegen Walter Gubler schwer zu kämpfen. Trotz Bauernschwächen (Isolanis) verteidigte sich der Weidner gut und kam in ein Damenendspiel, das für den Gegner nicht zu gewinnen war. Mit dem Remis hatte die Heimmannschaft bereits einen Mannschaftspunkt sicher.

Die Entscheidung musste also am achten Brett, der noch letzten laufenden Partie, fallen. Hier hatte es Grigorij Moroz mit Philipp Großmann zu tun. Nach ausgeglichener Eröffnung hatte Moroz zwar im Mittelspiel einen Bauern gewonnen, dieser war aber ein Doppelbauer und im Läuferendspiel nicht zu verwerten. Die Kontrahenten gaben die Partie remis.

Der SK 07 gewann das Spitzenduell damit mit 4,5 : 3,5 Punkten. Ein großer Schritt in Richtung Meisterschaft und Aufstieg. Aber noch ist nichts in trockenen Tüchern, die letzte Hürde ist - beim schweren Auswärtsspiel gegen SC Bad Kötzting - am 28.04.2024 noch zu nehmen.