Schachklub Weiden

geht beim Tabellenführer unter

 

Am Sonntag, 17.01.2016, reiste der Schachklub Weiden 1907 e.V. in der Oberpfalzliga zum Tabellenführer, dem TSV Kareth-Lappersdorf II. Der Spieltag stand unter einem sehr unglücklichen Stern, aufgrund kurzfristiger Ausfälle musste der SK 07 mit nur sechs Spielern antreten.

So schlecht, wie der Tag begonnen hatte, ging es weiter. Bereits in der Eröffnung machte Rainer Poß am sechsten Brett einen entscheidenden Fehler. Dominik Kaiser konnte schon nach zehn Zügen die Dame des SK-Spielers fangen. Rainer Poß gab die hoffnungslose Stellung gleich auf.

Dann erwischte es auch Johann Schmidt am fünften Brett. Peter Kappl hatte starken Angriff erhalten, gegen den der Weidner nicht die richtige Verteidigung fand und in großen Nachteil geriet.

Der Siegtreffer gelang den Karethern dann am zweiten Brett. Josef Schlaffer geriet in einen starken Angriff von Jörn Heumann. Vor der Wahl stehend, Matt oder Damenverlust, gab auch er auf.

Damit liefen nur noch drei Partien. Die ebenfalls nicht gut für den SK 07 standen.

Am vierten Brett hatte Alexander Nöckler gegen Josef Zauner einen Bauern verloren und war in eine schlechte Stellung geraten, die er auf Dauer nichtverteidigen konnte.

Gerd Birner verlor am dritten Brett die Qualität (Unterschied zwischen Turm und leichter Figur) und war außerdem in Zeitnot. Dr. Christian Strobel ließ sich diese Vorteile nicht nehmen und gewann sicher.

Den Schlusspunkt setzte schließlich Ralf Grabert am ersten Brett. Gegen den Spitzenspieler der Gastgeber hatte Grigorij Moroz keine Chance und musste trotz heftiger Gegenwehr nach Materialverlust aufgeben.

Nach einer desolaten Vorstellung verlor der SK Weiden 07  mit 0:8 mehr als deutlich. Es ist zu hoffen, dass sich die Mannschaft bis zum nächsten Spieltag, dem 31.01.2016 wieder fängt, ansonsten könnte es mit dem Klassenerhalt noch einmal knapp werden.

 

 

Matt in 5 Zügen

Schachklub Weiden

Zum Jahresschluss Siege in den Kreisligen

 

Am Sonntag, dem 20.12.2015, hatte die zweite Mannschaft des SK 07 in der Kreisliga I Nord die zweite des SC Furth im Wald zu Gast. In der Kreisliga II Nord gastierte die zweite des TSV Nittenau bei der dritten Mannschaft des SK Weiden 07.

Kreisliga I Nord

Das sechste Brett konnten die Gäste wegen eines kurzfristigen Ausfalls nicht besetzen. Zu seinem Ärger bekam Stefan Dziallas, der viel lieber gespielt hätte, seinen Punkt kampflos.

Den nächsten Punkt fuhr der SK 07 am vierten Brett ein. Andreas Kaltschmidt hatte gegen Max Glaser einen Angriff gestartet, der zum Matt seines Gegners führte.

Am fünften Brett gewann Kurt Vogel bereits im Mittelspiel zwei Bauern, diesen Vorteil verwertete er im Endspiel gegen Alabuod Naeim sicher.

Die Heimmannschaft hatte damit bereits 3 Punkte und das Mannschaftsremis sicher.

So konnte der einzige Spielverlust an diesem Tag leicht verkraftet werden. Am dritten Brett war nämlich Rainer Poß in eine schwierige Situation geraten. Adolf Bertl konnte die wichtige e-Linie besetzten und drang mit seinen Schwerfiguren in die Stellung des Weideners ein, dessen Stellung danach zusammenbrach. Angesichts hoher Materialverluste musste er aufgeben.

Für den endgültigen Weidener Sieg sorgte Johann Schmidt am zweiten Brett. Er hatte in günstiger Stellung gegen Erich Weber eine Figur gewonnen, so dass der Further aufgab.

Auch am ersten Brett ließ die Heimmannschafts nichts mehr anbrennen. Christoph Sanner gewann die Dame von Ralf Krämer, was diesem das Weiterspielen vergällte.

Überraschend deutlich setzte sich damit der SK 07 mit 5:1 durch und liegt Punktgleich mit dem Tabellenführer, dem SC Amberg-Haselmühl III, auf dem zweiten Platz in der Kreisliga I Nord.

 

Kreisliga II Nord

Die dritte Mannschaft des SK Weiden 07 tat sich gegen die gut besetzte zweite des TSV Nittenau ungleich schwerer.

Schon bald geriet der SK 07 in Rückstand. Am fünften Brett war der Jugendliche Marcel Hunsperger seinem Gegner, Armin Trautner, im Endspiel nicht gewachsen.

Für den Ausgleich sorgte Josef Wiesend am ersten Brett. Er hatte gegen Marion Kammer eine Druckstellung mit offenen Linien vor dem König erreicht und gewann entscheidend Material.

Aber schon bald strauchelte der Gastgeber erneut. Eine eigentlich gute Stellung am zweiten Brett konnte Arthur Scheck nicht zum Gewinn führen. Klaus Grohmann auf Seiten der Nittenauer überlistete den Weidener im Turmendspiel und brachte die Gäste erneut in Führung.

Allerdings war auf Erhard Feichtinger am vierten Brett verlass. Er brachte sein günstiges Endspiel gegen Heike Roidl sicher nach Hause.

 

Beim Stand von 2:2 musste die letzte noch laufende Partie zwischen Helmut Kastenmeier und Johann Weiherer die Entscheidung bringen und dort sah es alles andere als gut für den SK 07 aus.

Helmut Kastenmeier hatte seine Dame geben müssen und verteidigte sich mit zwei Türmen und Mehrbauern gegen Dame und Springer seines Kontrahenten mit dem Rücken zur Wand.

Allerdings meinte es die Schachgöttin nach langem Kampf gut mit dem SK 07 und belohnte die zähe Verteidigung. In Zeitnot unterlief Johann Weiherer ein Fehler, der den Springer kostete. Das danach entstandene Endspiel war für den SK 07 klar gewonnen.

 

Mit 3:2 und etwas glücklich blieben damit Punkte in Weiden.

 

Schachaufgabe 

XABCDEFGHY
8-+-+-+r+(
7zpp+k+p+-'
6-+lvlpzp-wq&
5+-+p+-+-%
4-+-zP-+-tr$
3+R+N+Q+P#
2PzPP+NzPP+"
1+-+-+-tRK!
xabcdefghy

Die Stellung stammt aus der Partie der Kreisliga II Nord vom 20.12.2015

Marion Kammer gegen Josef Wiesend

 

 

 

Wie kommt Schwarz am Zug in Vorteil?

 Bittere Heimniederlage gegen den Aufsteiger

 Am Sonntag, 13.12.2015, begrüßte der Schachklub Weiden 1907 e.V. in der Oberpfalzliga den TSV Nittenau. Gegen den Aufsteiger wollte die nominal bessere Weidener Mannschaft eigentlich wichtige Punkte im Abstiegskampf einfahren, aber es sollte anders kommen.

Den besseren Start erwischte allerdings die Heimmannschaft. Ernst Fischer am fünften Brett kam hervorragend aus der Eröffnung. Sein im Angriff angebotenes Turmopfer konnte Stephan Zankl wegen Damenverlust nicht annehmen, der SK 07 errang den ersten Punkt.

Allerdings kamen die Gäste bald zum Ausgleich. Am ersten Brett war Rudolf Hlavac in Schwierigkeiten und musste nach Materialverlust gegen Christoph Kammer aufgeben.

Danach kam die stärkste Zeit der Gastgeber. Am fünften Brett erspielte sich Gerd Birner große Vorteile. In hoffnungsloser Stellung gab Bernd Moore schließlich die Partie auf.

Auch am zweiten Brett stand der SK 07 prächtig. Hier hatte Grigorij Moroz Thomas Kammer in arge Verlegenheit gebracht und gewann seine vorteilhafte Stellung sicher.

Damit führte der SK 07 mit satten zwei Punkten Vorsprung. Doch die Weidener waren alles andere als zufrieden. Die verbliebenen vier Partien standen doch deutlich besser für die Gäste aus Nittenau.

So kam es dann auch: In Serie gingen gleich drei Partien hintereinander verloren.

Josef Schlaffer am vierten Brett musste seine schlechte Stellung, vor erzwungenen Qualitätsverlust (Unterschied zwischen leichter Figur und Turm) stehend, gegen Tobias Brunner aufgeben.    

Am achten Brett musste Raimund Kampe beim vierten Einsatz für den SK 07 seine erste Niederlage einstecken. Er hatte gegen Philipp Kammer im Mittelspiel zwei Bauern verloren, die der Nittenauer im Endspiel sicher verwertete.

Am dritten Brett kämpfte Dr. Martin Hofmann nach Qualitätsverlust gegen Stefan Weber ebenfalls für eine verlorene Sache.

Plötzlich führte der TSV Nittenau mit vier zu drei Punkten und hatte damit das Mannschaftsremis bereits sicher.

Die letzte laufende Partie am sechsten Brett zwischen Alexander Nöckler und Manfred Preischl musste die Entscheidung bringen. Das Problem für den SK 07 war, dass im Turmendspiel mit je zwei Bauern auf der gleichen Brettseite die Partie eigentlich auf Remis stand. Alexander Nöckler versuchte jedoch alles, um den halben Punkt für den SK 07 zu retten und spielte bedingungslos auf Gewinn. Manfred Preischl verteidigte sich jedoch mit Umsicht und Geschick, sodass der Weidener kurz vor Ablauf seiner Bedenkzeit schließlich doch in Remis einwilligen musste.

 

Diese Niederlage gegen den Aufsteiger war so nicht eingeplant und könnte den SK 07 im Abstiegskampf noch in Verlegenheit bringen.